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Mittwoch, 9. April 2014

Grausam - Vanessa Steel

384 Seiten
Arkana
Erschienen am 20. April 2009
 ISBN 978-3442338375

Klappentext:

Eine traumatische Kindheit und die heilende Kraft der Seele

Vanessa Steel wurde von Geburt an von ihrer Mutter grausam gequält. Sie wäre daran fast zugrunde gegangen, hätte sie nicht eines Tages ein Geheimnis entdeckt, das ihr letztlich das Leben gerettet hat. Dies ist ihre aufwühlende Geschichte – ganz und gar unglaublich, dennoch wahr und tröstlich.

Mein Umriss:

Vanessa Steel wurde 1950 geboren und erlebte eine unvorstellbar qualvolle Kindheit. Schon im Alter von zwei Jahren wurde sie von ihrer Mutter brutal verprügelt und mußte sogar mit ansehen, wie die Mutter versuchte, ihren Bruder mit einem Kissen zu ersticken.
Als ihr Bruder an Epilepsie erkrankt, war er gerettet. Dafür überlegte sich die Mutter tagtäglich neue Grausamkeiten, um die kleine Vanessa physisch und psychisch zu misshandeln. Auf Hilfe vom Vater hofft das Mädchen vergeblich, denn er ist nur am Wochenende zuhause und glaubt ihr nichts von dem, was sie ihr über ihr Leid erzählt. Er will es nicht glauben, weil er sowas seiner Frau einfach nicht zutraut. Auch sexueller Missbrauch durch den Vater seiner Frau nimmt er nicht wahr. Erst als Vanessa sich ihrer Tante gegenüber öffnet, greift seine Mutter ein. Somit bleibt Vanessa zwar der brutale Missbrauch des Großvaters im weiteren Verlauf ihrer Kindheit erspart, aber sie ist weiterhin ihrer Mutter ausgeliefert……

Mein Eindruck:

Vanessa Steel erzählt über ihre Kindheit und Jugend als Adoptivtochter einer sadistischen Mutter, die sie bis aufs Blut quält und wie sehr sie darunter leidet, dass ihr der geliebte Vater nicht hilft, sondern die Mutter immer wieder in Schutz nimmt. Sie geht in ihren Erzählungen sehr tief in die Details, sodass man als Leser zwischen Wut und Trauer schwankt. Glaubhaft geht sie auf die Erscheinungen ein, die sie während ihrer Qualen und auch nachts hat. Es sind nach ihren Worten so etwas wie Geister, die sie schützen und ihr Ratschläge erteilen, wie sie ihr Leid zu ertragen lernt. Auch über Visionen, die sie Geschehnisse der Zukunft sehen lassen, hat das Mädchen immer wieder. Ihren Eltern ist das unheimlich, zumal sie auch den Mord an John F. Kennedy in einer Vision sieht , der kurz darauf wirklich geschieht. Steel hat eine starke, sehr ausführliche Ausdrucksweise und nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn sie über ihre Qualen und Verletzungen und die Ignoranz ihres Umfeldes schreibt.

Mein Fazit:

Die wahre Geschichte einer Jugend, die ans Herz geht und nichts für schwache Nerven ist

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